Gleichstellung

Otherwise Network Salon III – Home Sweet Home Office

Kleiner Hund sitzt vor einem Laptop auf dem Schoss eines Menschen, der mit dem rechten Arm eine Compuermaus bedient.
Photo by Allie on unsplashed.

Corona ist ein Ausnahmezustand, in dem sich Arbeitsformen temporär stark verändert haben. Zugleich ist die Pandemie aber nicht nur ein “Glitch”, sondern wirkt als Brennglas für allgemeine Entwicklungen, die mit der Digitalisierung der Arbeitswelt zusammenhängen. Mit Tanja Carstensen (@TanjCar) und Hans Christian Voigt (@Kellerabteil) diskutieren wir über die aktuell veränderten digitalen Arbeitsbedingungen. Denn wenn Corona aktuell in vielen Betrieben als Katalysator für flexible Arbeitsformen wirkt, werden möglicherweise auch damit zusammenhängende Konflikte beschleunigt. Was also wissen wir über digitales Arbeiten und alte und neue Ungleichheiten? Wer kann remote arbeiten – wer nicht? Wer kreiert (programmiert/diktiert) die Bedingungen? Wer profitiert davon, wenn sich die Unternehmen in die Privaträume ausdehnen? Wie wirkt sich diese Entwicklung auf Geschlechterverhältnisse aus? Welche Formen von Arbeit werden so sichtbar, welche werden unsichtbar? Und nicht zuletzt: Wie organisiert sich digitaler Arbeitskampf bzw. wer setzt sich für Arbeitnehmer*innen und deren Belange ein? Diesen Fragen möchten wir gemeinsam mit den Gäst*innen und dem virtuellen Plenum nachgehen. 

Anmeldung:

Unser dritter Salon wird per Zoom stattfinden. Um teilzunehmen, könnt ihr euch oben auf dieser Seite für die Veranstaltung registrieren. Den Link zum Zoom-Call erhaltet ihr dann rechtzeitig vor der Veranstaltung per E-Mail.

Gäst*innen:

Dr. Tanja Carstensen (LMU München/Hochschule der Bundesagentur für Arbeit) ist Soziologin mit den Schwerpunkten Arbeit, Digitalisierung, Geschlechterverhältnisse und Care Arbeit. Zurzeit arbeitet sie in einem Forschungsprojekt zu orts- und zeitflexiblem Arbeiten während der Corona-Krise.

Hans Christian Voigt (Wien) ist Soziologe und arbeitet in der politischen Bildung. In den letzten Monaten hat er unter anderem Webinare zur Corona-Krise begleitet, mit denen die GPA-djp – Österreichs größte Gewerkschaft – Betriebsrät:innen in der Corona-Krise unterstützt. Website: https://www.kellerabteil.org/

 

“Kann Technologie unfair sein?” / Workshop @ bukof-Jahrestagung 2019 in Hamburg

Im Rahmen der Jahrestagung 2019 der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e.V. (bukof) wird Nele Heise einen Workshop zu Fairness und Technologie geben:

Kann Technologie unfair sein? Digitale Anwendungen als (ethische) Herausforderung für die Gleichstellungsarbeit

Von der Gestaltung bis zur alltäglichen Nutzung: Der Einsatz technischer Systeme und Software ist mit vielen Implikationen verbunden. Während lange nur wenig Augenmerk darauf gelegt wurde, stellt sich heute immer dringlicher die Frage nach negativen Folgen digitaler Technologien. Diskriminierende Datensätze, Software, deren Algorithmen Vorurteile reproduzieren, Homogenität auf Seiten der gestaltenden Akteure usw. – die Liste der Anwürfe ist lang. Dabei stellt sich gerade angesichts der fortschreitenden Digitalisierung vieler Prozesse in öffentlichen Einrichtungen die Frage, wie diesen potenziellen Problemen wirksam begegnet werden kann. Was aber macht dieses Feld zu einem Thema für die Gleichstellungsarbeit?

Im Workshop soll zunächst gezeigt werden, welche Herausforderungen sich bei der Bewertung und Folgenabschätzung digitaler Anwendungen stellen. In einer Gruppenphase werden gleichstellungsrelevante Einsatzbereiche sowie Risiken, aber auch Chancen (z. B. im Hinblick auf Software-gestützte Entscheidungen über Menschen) zusammengetragen. Abschließend soll gemeinsam diskutiert werden, was konkret erreicht werden muss, um die Anliegen der Gleichstellungsarbeit im Zusammenhang mit der Gestaltung, Implementierung und Anwendung digitaler Technologien in öffentlichen Einrichtungen zu stärken.

Die Tagung findet statt in Hamburg vom 25. bis 27. September 2019. Alle Infos zu Programm, Anmeldung usw. finden sich auf der Tagungswebsite.